Freiwillige Vereinbarung zum Schutz von Schweinswalen und tauchenden Meeresenten

Die Ostsee-Fischer Schleswig-Holsteins wollen Schweinswale und tauchende Meeresenten besser vor dem Ertrinken in Stellnetzen schĂŒtzen.

Dazu unterzeichneten Umweltminister Robert Habeck, der Landesfischereiverband und der Fischereischutzverband am 17. Dezember 2013 eine freiwillige Vereinbarung. Kernpunkte sind eine deutliche Verringerung der StellnetzflĂ€che in den Sommermonaten Juli und August und die Meidung der Hauptfraßgebiete von tauchenden Meeresenten. Das Ostsee Info-Center Eckernförde koordiniert die Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen.

 Â§ 1

„Zum Schutz von tauchenden Meeresenten in den Wintermonaten mit erhöhten Rastvogelkonzentrationen meidet die Stellnetzfischerei die Gebiete, wo tauchende Meeresenten aktiv nach Nahrung suchen im Zeitraum vom 16. November bis 01. MĂ€rz.

Das lokal gehÀufte Auftreten von tauchenden Meeresenten wird vom OIC festgestellt und die Warnung lokal und zeitlich befristet ausgesprochen und bekannt gegeben, ebenso die Entwarnung.

§ 2

„Zum Schutz von Schweinswalen reduziert die Stellnetzfischerei in den Sommermonaten im Zeitraum vom 01. Juli bis 31. August die StellnetzflĂ€chen. Fahrzeuge grĂ¶ĂŸer 8 Meter LĂŒA begrenzen auf 4 km StelllĂ€nge, Fahrzeuge unter 8 Metern LĂŒA begrenzen auf 3 km StelllĂ€nge und Fahrzeuge unter 6 Metern LĂŒA begrenzen auf 1,5 km StelllĂ€nge. (...)

 

Nutzen und SchĂŒtzen verbinden

Die handwerkliche Fischerei gehört zur schleswig-holsteinischen KĂŒste. Statt auf Verbote und gesetzliche Regelungen setzt die freiwillige Vereinbarung auf gegenseitiges VerstĂ€ndnis, Kommunikation und verantwortungsvolles Handeln aller Beteiligten.

 

„Die Vereinbarung kann helfen, Nutzen und SchĂŒtzen in eine neue Balance zu bringen (Umweltminister Robert Habeck).

Bis Ende 2017 soll es Antworten geben auf Fragen wie: Sind die NetzlĂ€ngen der Vereinbarung tolerabel fĂŒr die Fischer? Wurde der Beifang an Schweinswalen und Enten gesenkt?

Parallel wird ein anonymes Übergabesystem fĂŒr in Netzen verendete Schweinswale entwickelt. Die Fischer mĂŒssen dann nicht mehr mit den Kadavern in den Hafen fahren. Der Nebeneffekt: An einem frisch toten Schweinswal lĂ€sst sich leichter die Todesursache ermitteln.

 

Fischerei und Naturschutz Hand in Hand

„Ziel ist es, dass Fischerei und Naturschutz ins Gleichgewicht gebracht werden. Dazu gehört neben einem substantiellen Schutz von Schweinswalen und Tauchenten der Erhalt der handwerklichen KĂŒstenfischerei in Schleswig-Holstein (Umweltminister Robert Habeck).

„Keiner von uns Fischern will Schweinswale oder Enten in den Stellnetzen. Die Fischer haben deshalb immer gesagt, dass sie helfen wollen, diesen ungewollten Beifang so weit wie möglich zu vermeiden. Dass Minister Habeck die Änderung der KĂŒstenfischereiverordnung ausgesetzt hat, hat einen neuen Anlauf ermöglicht. Wir werden die Vereinbarung gemeinsam umsetzen.

 

Wir rufen die Fischer Schleswig-Holsteins dazu auf, sich an der freiwilligen Vereinbarung zu beteiligen! Bitte teilen Sie uns die benötigten Daten auf dem Meldebogen mit.

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Meldezettel fĂŒr Stellnetzfischer

Hier finden Sie den Meldezettel zur Teilnahme an der freiwilligen Vereinbarung.

Freiwillige Vereinbarung

Die freiwillige Vereinbarung finden Sie hier.

Öffnungszeiten

01. April bis 31. Oktober
tÀglich 10:00 bis 18:00 Uhr

01. November bis 31. MĂ€rz
von 11:00 bis 17:00 Uhr

Von November bis MĂ€rz haben wir montags geschlossen.

Eintrittspreis: Kinder 2,- Euro, Erwachsene 4,- Euro.

Gruppenangebote sind nach Absprache ab 09:00 Uhr möglich.

Telefonische Buchungen (Mo. - Fr., 09.00-14.00 Uhr) unter 04351-726266

Raumbuchungen unter 04351-3027

 

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