Eckernförder Salzkartoffel reist zur Kieler Woche

Das Ostsee Info-Center und die Uni Kiel haben im März 2017  den ersten Meereskartoffelwettbewerb der Ostseeküste ausgerufen. Insgesamt 40 Küstengemeinden nehmen teil. Motto: Wer erntet auf einem  Quadratmeter reinem Seegrassubstrat die meisten, schwersten, dicksten  Kartoffeln?

Eine der Kartoffelkisten ist aktuell auf Reisen. Wer mehr über diese spannende Art der Seegrasnutzung erfahren will, findet sie auf der Kieler Woche am Infostand der  Uni vor dem Aquarium an der Kiellinie.

 

 

BSPC (Baltic Sea Potatoe Contest): Dicke Dinger - Welche Ostseegemeinde holt die größten Kartoffeln aus dem Treibsel?

Teilnahmebedingungen

1. Mitmachen kann jede Gemeinde an der Ostseeküste Schleswig-Holsteins. Die Größe spielt keine Rolle, sie muss lediglich ber einen Küstenabschnitt verfolgen, an dem Treibsel angespült wird. Es kann der Bürgermeister oder die Bürgermeisterin persönlich gärteln, eine Tourismus- oder Umweltorganisation oder jeder Gartenfreund; er oder sie muss aber im Namen der Gemeinde antreten, so dass nur ein Teilnehmer oder eine Teilnehmergruppe für die Gemeinde antritt. Anmelden kann sich also prinzipiell jeder, es muss aber mit der Gemeinde abgesprochen sein.

2. Die Kartoffeln müssen bis zum 20. April gepflanzt werden, der späteste Erntetermin ist der 22. September 2017.

3. Es müssen exakt 9 Kartoffeln gepflanzt werden. Als Saatgut kommen alle Kartoffelsorten in Frage.

5. Als Pflanzsubtrat MUSS Treibsel und KANN alles am Strand gefundene Material verwendet werden. Andere Düngerzusätze oder Erde sind nicht gestattet.

6. Die Kartoffeln sollen in einer Kiste, einer Tonne oder einem Schnellkompostierer (Drahtkorb) mit den ungefähren Maßen 100 x 100 x 80 cm (L x B x H) angepflanzt werden. Gibt es im Baumarkt oder kann selbst gebaut werden.

7. Die Anmeldung (Wer, Gemeinde) erfolgt per E-Mail an post@posima.de oder telefonisch unter 0431-880 1302 bis zum 7. April 2017.

8. Es sind zum Stichttag 20. April und 22. September ein bis drei Fotos von der Pflanzaktion an post@posima.de zu schicken, die von uns auf der Website www.posima.de und gegebenenfalls von den Medien verffentlicht werden dürfen. Dazu bentigen wir folgende Angaben:

- Verwendete Kartoffelsorten,

- Pflanz- bzw. Ernte-Gewicht,

- verwendetes Substrat,

- Standort.

Weitere Fotos während der Vegetationsperiode sind willkommen aber kein Muss.

Hintergrund: OIC-Projekt Salzkartoffeln vom Dach

Wenn Probleme zum Himmel stinken, sind kreative Lösungen  gefragt. Das gilt zum Beispiel für das Seegras, das wie an fast allen  Küsten auch am Eckernförder Strand mitunter in Massen vorkommt und in den Sommermonaten für geruchsbedingten Unmut bei den Badegästen sorgt.

Dabei war dieses so genannte Treibsel einst ein  kostbares Wirtschaftsgut. An diese Zeiten knüpft ein neues Projekt auf unserem Dachgarten an:  Kartoffel-Pflanzkisten mit Seegras statt Erde und Kompost.

Die Erdäpfel lagen in  einer Schicht aus Seegras. Sobald die  Triebe hoch genug waren, legten wir Seegras nach. So schichteten wir immer wieder Seegras darüber, bis das Ende der Kartoffelblüte anzeigte, dass geerntet  werden konnte. Bei diesem Kartoffelturm-Prinzip sollen die Pflanzen viele  Seitentriebe mit neuen Knollen bekommen.

Seegras hat drei Vorteile. Es ist nährstoffreich, durch den leichten Salzgehalt hält es Schnecken fern und es hält die Feuchtigkeit.

Ende August haben wir geerntet. Völlig unerwartet fiel die Ernte zwar kleiner aus, als erwartet. Aber nächstes Jahr wollen wir noch mehr Kartoffeln ernten! Und wir starten einen Baltic Sea Protatoe Contest!

Text: Birte Sieland, Fördeexpress, verändert.

 

Aktuelles

Achtung Lehrer*innen! Coastal Cleanup Day 15.9.2017

Schulklassen sind herzlich zu einer großen Strandsäuberungsaktion in Eckernförde eingeladen! 

Freiwillige Vereinbarung zum Schutz von Schweinswalen und tauchenden Meeresenten

Aktuelle Informationen sowie die Gebietskarte finden Sie auf www.fischerleben-sh.de und auf den Seiten des Ostsee Info-Centers.

 

 

 

 

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